Ds-Mix

Ds-Mix

Ds-Mix besteht aus Ds-Kalk, Cuprum und ManZincum und wurde speziell für die Verbesserung der Robustheit der Pflanzen bei Befall von Kirschessigfliege (KEF) konzipiert.

Ds-Kalk
Der Kalk (97 % Ca(OH)2) sorgt für einen Anstieg des pH-Werts. Mit 150 g Ds-Kalk auf 100 Liter Wasser lässt sich auf dem Blatt ein pH-Wert von 12 erzielen. Blätter und Früchte werden dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Der Hohe pH-Wert hat positive Effekte auf die Robustheit und Gesundheit bei Pflanzen.

Cuprum und ManZincum
Empfohlen wird eine Zugabe von 250 ml Cuprum/ha + 750 ml ManZincum/ha. Die Partikel von Mikrokupfer (Cuprum), Mikromangan und Mikrozink (ManZincum) sind positiv elektrisch geladen. Diese Ladung sorgt dafür, dass die Partikel wie kleine Magnete an den negativ geladenen Blättern haften.

Das hat mehrere Vorteile:

  • Der Kalk bleibt länger auf den Blättern. Der Effekt hält nicht nur 2 Tage, wie bei Kalk ohne weitere Zusatzstoffe, sondern 6 bis 7 Tage. Durch Cuprum wird der Kalk besser verteilt und haftet besser.
  • Es werden weniger Duftsignale ausgesendet, die Kirschessigfliegen anlocken. Lockfallen werden so für die Fliegen attraktiver.
  • Mn und Zn haben auch selbst einen allgemeinen abwehrenden Effekt auf Fliegen

Dosierung

Ds-Kalk 150 g/100 Liter Wasser
Cuprum 250 ml/ha (>750 Liter Wasser: 350 ml Cuprum/ha)
ManZincum 750 ml/ha (>750 Liter Wasser: 1 Liter ManZincum/ha)

             

Spritzschema Ds-mix

Ds-Kalk, Cuprum und ManZincum, in Kombination mit Monitoringfallen.

Anwendungszeitraum: ab Erscheinen der ersten Früchte/ab dem ersten Fang von Ds bis zum Ende der Ernte
Intervall: alle 7 Tage
Dosierung:  
Ds-Kalk     150 gr/100 Liter Wasser
Cuprum     < 750 Liter Wasser/ha: 250 ml Cuprum/ha
> 750 Liter Wasser/ha: 350 ml Cuprum/ha
ManZincum     < 750 Liter Wasser/ha: 750 ml ManZincum/ha
> 750 Liter Wasser/ha: 1 Literl ManZincum/ha
Wassermenge/ha je nach Kultur und Spritztechnik: 350 bis 1000 Liter Wasser/ha

Vorteile und Tipps

Die Vorgehensweise beim Einsatz von Ds-Mix besteht aus mehreren Maßnahmen:

  • Einsatz von Monitoringfallen
  • hygienische Maßnahmen: Entfernung überreifer Früchte
  • Anwendung von Ds-Kal
  • Anwendung von Cuprum 
  • Anwendung von ManZincum 
  • Auf trockene Pflanzen spritzen, kein Tau, bei nicht zu schnell trocknenden Bedingungen. So werden Kalkflecken auf Kirschen, Brombeeren und Johannisbeeren vermieden. Diese Pflanzen sind anfälliger dafür als Erdbeeren, Himbeeren und Blaubeeren. Bei Letzteren kann auch auf eine feucht-nasse Kultur appliziert werken.

Weitere Pluspunkte:

  • Bei der angegebenen Dosierung von Ds-Kalk (150 g auf 100 L Wasser) ergeben sich keine Rückstände!
  • keine Wartezeit, keine Sicherheitsfrist
  • Der Versuch in Erdbeeren wurde mit einer Geschmacksprobe abgeschlossen:
    • Keine der Testpersonen war der Ansicht, die Erdbeeren würden nicht schmecken.
    • 90 % der Testpersonen gaben an, keinen Unterschied zwischen behandelten und nicht behandelten Früchten zu schmecken, und
    • 10 % gaben an, einen geringen Unterschied zu schmecken, konnten aber nicht angeben, worin dieser genau bestand.
  • Ds-Kalk hat keinen Einfluss auf Nützlinge.
  • Dank der positiven Ladung wirken die Partikel viel länger auf den Blättern.
  • Geringer Anwendungspreis: ca. € 60,-/ha.
Alwin Scholten

Ihr Berater für Norddeutschland

Alwin Scholten